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durchwaden, und von der Hoͤhe eines Berges, von welchem dieſer Fluß koͤmmt, fielen wir gleichſam in eine ſchreckliche Tiefe hinab, und machten bei dem Dorfe Courbnga Halt, das nur noch zwei Meilen von Angora liegt, welche beruͤhmte Stadt wir am 22. Oktober erreichten. Mertwuͤrdig iſt daſelbſt das Denkmal, welches die Einwohner dieſer Stadt dem roͤmiſchen Kaiſer Auguſt geſetzt hatten, und welches das groͤßte in ganz Aſien iſt. Man ſieht noch die Hauptmauern desſelben, welche ganz aus viereckichten Stuͤcken von weißem Marmor beſtehen, die mit ku⸗ pfernen Klammern zufammengefuͤgt ſind. Darauf ſind verſchiedene Zierrathen und Inſchriften angebracht. Noch verſchiedene andere Ruinen in und um Ango⸗ ra, Saulen mit Inſchriften ꝛc., geben zu erkennen, daß Angora—(Ancyra) einſt eine der beruͤhmteſten Staͤdte in der Levante muͤſſe geweſen ſeyn. Auch jetzt gehoͤrt ſie noch zu den beſten Staͤdten. In der Ge⸗ gend umher ziehet man die ſchoͤnſten Ziegen von der Welt. Sie blenden mit ihrer weißen Farbe das Auge. Ihre Haare ſind ſo fein wie Seide, gekraͤuſelt, und acht Zoll lang. Aus ihnen verfertiget man die ſchoͤn⸗ ſten Zeuge, beſonders Kamelot. Dieſe Wolle wird ſelten ungeſponnen ausgefuͤhrt, weil ſich die meiſten Einwohner des Landes damit naͤhren. Die Thiere ar⸗ ten aus, wenn man ſie an andere Orte bringt. Ihre Wolle macht den Reichthum von Angorg aus; alle Einwohner legen ſich auf dieſen Handel.


