Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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flohen ſie ſchnell in ihre Waͤlder zuruͤck. Am 28. Sep⸗ tember erreichten wir Toeat. Man ſieht di ſe Stadt nicht eher, als bis man vor den Thoren derſelben iſt: denn ſie liegt in einem Winkel zwiſchen großen Mar⸗ mor⸗Gebirgen. Dieſer Winkel iſt wohlangebaut, mit Weinbergen und Gaͤrten gefuͤllt, welche die vortreff⸗ lichſten Fruͤchte tragen. Der Wein wuͤrde hier vor⸗ treffich ſeyn, wenn er nicht ſo ſtark waͤre. Die Stadt Soecat iſt viel groͤßer und viel angenehmer als Er⸗ zeron. Die Haͤuſer ſind beſſer gebaut und haben meiſtens zwei Stockwerke. Auf einer Marmor⸗Spitze ſteht ein altes Schloß. Die Straſſen von Docat ſind gepflaſtert, welches in der Levante etwas Seltenes iſt. Die Huͤgel, auf welchen die Stadt ſteht, ſind reich an Quellen; jedes Haus hat ſein eigenes Waſſer. Man verarbeitet viel Seide, macht viel gelben Safſian, und uͤberdieß iſt Tocat gleichſam der Mittelpunkt der Handlung in Klein⸗Aſien. Tocat aber gehoͤrt zur Statthalterſchaft Sivas(das alte S ebaſte), wel⸗ ches gegen Mittag, zwei Tagreiſen entfernt, liegt. Amaſia, eine andere alte Stadt, iſt drei Tagreiſen weit entfernt. Sivas wurde von Tamerlan auf eine ſonderbare Weiſe belagert und erobert. Ohne daß die Einwohner es gewahrten, ließ er die Stadtmauern untergraben und mit Balken ſtuͤzen. Die armen Be⸗ lagerten erſchraken nicht wenig, als ſie ihre Mauern, auf die ſie trotzen zu duͤrfen glaubten, ploͤtzlich zuſam⸗

mennuͤrzen ſahen, als das Feuer die hoͤlzernen Stuͤtzen