Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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gegen Ende des Auguſt⸗Monats. Nun fuͤhrte uns der Weg uͤber große, voͤllig nackte Gebirge, die zum Theil vom Eiſe ſchon befreit waren. Manchmal war aber die Kaͤlte ſo ſtreng, und der Nebel ſo dick, daß einer den andern auf 4 Schritte weit nicht ſehen konnte. Auch fanden wir an manchen Tagen nicht ſo viel Holz, um die Laͤmmer zu kochen, die wir mit⸗ genommen hatten.

Am 8. Juni war es, als ob ein Vorhang vor uns weggezogen wuͤrde; ein neues Land lag vor unſern Augen. Wir kamen in kleine, gruͤne Thaͤler, von angenehmen Baͤchen durchfloſſen und mit Pflanzen be⸗ deckt, die viel ſchoͤner waren, als wir ſie bisher zu ſehen gewohnt waren, daß wir nicht wußten, welche wir zuerſt ſammeln ſollten. Wir erreichten hierauf die kleine Stadt Baibout, die ziemlich feſt iſt, und auf einem ſteilen Felſen liegt. Dahin wurden die Ge⸗ fangenen aus allen benachbarten Gegenden gebracht, woruͤber der Paſcha Gericht hielt. Er ließ die mei⸗ ſten derſelben los, weßwegen er von vielen gelobt, von vielen aber auch getadelt worden iſt: denn die meiſten Boͤſewichter ſchienen, ihrem Geſichte nach, das Rad verdient zu haben.

Unſere Tagreiſen waren von nun an ſo kurz, daß wir Muße genug hatten, dabei auch Pflanzen zu ſu⸗ chen. In der Nacht vom 14. Juni ſchien der Mond ſo ſchoͤn, daß die Tuͤrken, welche den ganzen Tag uͤber geſchnarcht hatten, ſich auf den Weg machten.

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