Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Arme und Fuͤße waſchen. Die Eheleute welche bei⸗ ſammen gelegen ſind, muͤſſen ſich baden. Kranke und Reiſende, die kein Waſſer haben, muͤſſen ſich Augeſicht und Haͤnde mit Sand reiben.— Die große Reinigung muß an dem ganzen Leibe geſchehen, was ſchon noth⸗ wendig wird, wenn nur ein Tropfen Harn auf das Fleiſch faͤllt. Dieſes iſt eine große Befleckung der gu⸗ ten Muſelmaͤnner. Ich habe im ſtrengſten Winter Tuͤrken geſehen, die ſich ganz nakt in Baͤche geworfen, ohne ſich vor Bauchweh zu fuͤrchten. Als wir von Seio nach Konſtantinopel ſegelten, gab ein from⸗ mer Muſelmann, der ſich in unſerer Geſellſchaft be⸗ fand, den Matroſen von Zeit zu Zeit Geld, wofuͤr ſie ihn, jeder an einem Ohre packten, und ihn dreimal in das Meer tauchten.*1

Um die kleine Reinigung zu machen, wendet man ſich mit dem Kopfe nach Meccea, waͤſcht Haͤnde und Arme, ſpuͤhlt ſich dreimal den Mund aus und reini⸗ get die Zaͤhne mit einer Buͤrſte. Dann muͤſſen ſie die Naſe dreimal waſchen, und das Angeſicht dreimal mit Waſſer beſpritzen. Auch die Ohren werden nicht ver⸗ ſchont.

Das Gebet wird verrichtet: zwiſchen dem Anbru⸗ che des Tages und dem Aufgange der Sonne; zu Mittag; zwiſchen dem Mittag und Untergang der Sonne; bei Sonnen⸗Untergang und nach Sonnen⸗Un⸗ tergang. Dieſe Stunden des Gebetes werden allen Glaͤubigen durch beſoldete Perſonen angezeigt, die