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geneigt, der Dieberei ganz feind, und ſo arbeit⸗
ſam iſt, daß man auf dieſer Inſel wenig Ruhe hat; Nachts wegen des allgemeinen Geraͤuſches der Hand⸗ Muͤhlen, mit denen jeder ſein Getreide zu mahlen pflegt, und des Tages wegen der Naͤder, auf denen ſie Baumwolle ſpinnen. An dem Hafen ſieht man noch die Ruinen einer alten und großen Stadt, unter wel⸗ chen einige Bas⸗Reliefs von Marmor, und Inſchriften zu ſehen ſind. Pherecydes, ein alter Weltweiſer, der die Sonnen⸗Uhren erfunden haben ſoll, iſt auf die⸗ ſer Inſel geboren. Seine Sonnen⸗Uhr wird noch da⸗ ſelbſt aufbewahrt. Er ſoll auch der erſte geweſen ſeyn, der die Unſterblichkeit der Seele gelehrt hat.
Von Syra ſegelten wir nach Thermia, wo viele Seide erzeugt wird. Aus der Baumwolle macht man jene gelbe Schleier, mit welchen die Inſulanerin⸗ nen ihr Haupt bedecken. Dieſer Zeug iſt eine Art durchſichtiger Leinwand, die ſehr ſchoͤn iſt. Auch fin⸗ det man manchen guten Biſſen auf Thermia, z. B. viele Rebhuͤhner. Holz aber gibt es nicht; man brennt nur Stoppeln. Alle Einwohner ſind Griechen. In einer Bucht des Hafens gegen Nord⸗Oſt wallet ſiedend an dem Fuße eines Huͤgels eine Quelle hervor, wohin man gehet, um die Waͤſche zu reinigen, und woſelbſt die Kranken ſchwitzen. Einige andere, minder warme Quellen fließen in einer kleinen Entfernung in das Meer. Auch findet man auf dieſer Inſel die Ruinen von den beyden Staͤdten Hebreocaſtro(Judenſtadt)
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