Hier empfaͤngt Napoleon die Nachricht, daß 23 Beys(Fuͤrſten) der Mamelucken, unter ihnen Murad und Ibrahim, als die vornehmſten, ihre Streitkraͤfte in der Ebene vom Dorfe Embabeh, auf gleiche Hoͤhe mit der gegenuͤber am rechten Ufer des Nil liegenden Hauptſtadt Kairo aufgeſtellt, Embabeh verſchanzt haͤtten, und eine Schlacht lie⸗ fern wollten. Murad hatte alle Bey's zur Verthei⸗ digung der heiligen Stadt, und zum Schutz der Reichthuͤmer und Macht der Mamelucken herbeigeru⸗ fen. Er ſteht an der Spitze des Heeres, welches durch Janitſcharen, Spahis, Araber, Fellahs verſtaͤrkt iſt; der Bey Ibrahim aber hatte die Vorſicht, mit ſeinen 2000 Mamelucken auf dem rechten Nil⸗Ufer zu bleiben.
Am 214. fruͤhe 2 Uhr ſſetzte ſich die franzoͤſiſche Armee zur Schlacht in Bewegung. Den Feind ſehend, bildete Napoleon ſeine Schlacht⸗Ordnung. Deſ⸗ ſaix bildete mit ſeiner und Reyniers Abtheilung den rechten Fluͤgel; die Diviſion unter Qugua ſtand in der Mitte; und die Abtheilungen Bon's und Vial'’s bildeten den linken, an den Nil gelehnten Fluͤ⸗ gel. Am Ufer dieſes Fluſſes hatten die Muſelmaͤnner Embabeh verſchanzt, indem ſie es mit einem Gra⸗ ben umgaben, und mit ihrem Fußvolk beſetzten, hin⸗ ter welchem die Reiterei hielt. Hinter dieſem Graben hatten ſie, ſo gut es gehen wollte, 15 Geſchuͤtze auf⸗ gepflanzt, welche ſie gegen den linken franzoͤſiſchen


