Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Oſchirdſche, 100 Meilen von Kairo an dem Nil, deſſen Ufer hier hoch und ſteil, iſt nach Kairo die groͤßte Stadt Aegyptens. Sie iſt die Haupt⸗ ſtadt des Said, der Sitz eines Bey's und eines kop⸗ tiſchen Biſchofes. Sie iſt ein Werk neuerer Zeit und unregelmaͤßig geſtaltet.

Den 29. erreichten wir mit vieler Muͤhe den Flecken Menſchisé, deſſen Maͤrkte immer reichlich mit Le⸗ bensmitteln verſehen ſind. Die Taubenhaͤuſer ſind hier ſchoͤner, als anderwaͤrts. Die große und volk⸗ xreiche Stadt Ptolemaͤis Hermii ſtand auf der naͤmlichen Stelle. Es ſind nur noch einige Truͤmmer, nebſt einem Steindamme vorhanden.

Den 30. reiſte ich nach Suhaye, ritt den 31. durch das Dorf Kennè, und langte Abends zu Tahta an; daſelbſt waren gleichfalls Unruhen aus⸗ gebrochen.

Ich hatte meinen Kanja verabſchiedet und fuhr den 6. Auguſt mit einer Barke ab. Ungefaͤhr 2 Mei⸗ len von Scheik Zeineiddin liegt auf der Oſftſeite des Nils das Dorf Kau el Kebir(Groß⸗Kau, zum Unterſchiede von dem gegenuͤber liegenden kleinerem), welches auf der Spitze eines hohen Vorgebirges erbaut iſt, und noch Ueberreſte einer antiken gut erhaltenen Saͤulen⸗Stellung zeigt. Ein jetzt halb eingefallener Damm von Quaderſteinen ſichert das Gebiet der alten Stadt; ſie iſt nach einigen Antaͤopolis, nach an⸗ dern Klein⸗Diospolis. Selbſt an der Spitze,