Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Alten nannten es Cenaͤ und Coͤnopolis. Die Denkmaͤler, welche die alte Stadt verſchoͤnerten, ſind nicht mehr, der Handel iſt vernichtet; ein Kanal, ver⸗ moͤge deſſen der Nil mit dem arabiſchen Meerbuſen in Verbindung ſtand, iſt nicht mehr vorhanden.

Zwiſchen Kus und Kenne iſt das Dorf Koft in das Land hinein, in der Naͤhe, wo die alte blu⸗ hende Handelsſtadt Cophtos geſtanden hat; es liegt Dendera gegenuͤber.

Ich ſetzte meine Reiſe auf dem Nil fort, deſſen Waſſer alle Tage dicker wurde, und immer mehr zu⸗ nahm, und hielt den 25. in dem Dorfe Reiſchie, welches am weſtlichen Ufer liegt. Von hier reiſten wir zu dem Dorfe Kelhe, an der naͤmlichen Seite ½ Meile von Sahet. Des Aufruhrs wegen ſchiff⸗ ten wir uns wieder ein, und erreichten unter Gefah⸗ ren Sahlt, den Hafen von Basjura und Far⸗ ſchut. Wegen der Unruhen konnten wir nicht in das Dorf gehen; ich gab mich fuͤr einen Kiaſchef aus, deßwegen mußte auch der Reis des Dorſes fuͤr meine Sicherheit forgen; er ſelbſt kam und wachte mit ſeinen Leuten bei unſerm Schiffe.

Befuͤrchtend, entdeckt zu werden, reiſten wir fruͤh eiligſt ab, und uͤbernachteten den 27. in dem anſehn⸗ lichen Dorfe Belians guf der Weſtſeite des Nils. Von da begaben wir uns den 28. nach Dſchirdſche. Es gab hier noch ein Hoſpiz der Moͤnche von der Propaganda, welche mich ſehr unhoͤflich aufnahmen.