Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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wohl Naxos einſt eine ſehr bluͤhende Republick war. Mit Salz wird ein betraͤchtlicher Handel getrieben; die Fiſcherei iſt ergiebig, und der Wein vortrefflich. Die Naxioten behaupten, daß Baechus auf ihrer Inſel erzogen worden ſey. Sie verlegen ſich ſtark auf den Weinbau, ungeachtet ſie die Reben auf dem Bo⸗ den liegen und acht Schuhe weit von dem Stocke weglaufen laſſen. Daher kommt es, daß bei großer Hitze die Trauben austrocknen, und bei auhaltendem Regen faulen. Gerſte, Seide, Baumwolle, Flachs, Kaͤs, Rinder, Schafe, Oel u. ſ. w. gibt es im Ueber⸗ fluſſe. Oel brennt man kein anderes, als von den Maſtix⸗Baͤumen, obwohl das Oliven⸗Oel ſehr wohl⸗ feil iſt. Naxia iſt die Hauptſtadt des Landes, und auf dem hoͤchſten Orte derſelben iſt ein feſtes Schloß, ehemals der Palaſt der Herzoge des Archipels. Daſelbſt wohnen noch die Nachkommen lateiniſcher Edelleute, welche ſich unter dieſen Herzogen nieder⸗ gelaſſen haben. Die Griechen machen die Mehrzahl und wohnen vom Schloſſe bis an das Meer. Der Haß des griechiſchen und lateiniſchen Adels gegen einander iſt unverſoͤhnlich. Die Lateiner wuͤrden lie⸗ ber ein Bauernmaͤdchen, als eine griechiſche Jung⸗ frau heirathen. Die Tuͤrken aber behandeln alle gleich. Bei ihrer Ankunft muͤſſen Griechen und Lateiner in rothen Muͤtzen erſcheinen, gleich den Galeeren⸗Skla⸗ ven. Sie zittern vor dem Geringſten der Muſelmaͤn⸗

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