Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Bauern jagen wollen, ſuchen ſie Blei auf den Fel⸗ dern, und ſchmelzen es, um Schrot daraus zu ma⸗ chen. Dieſes Blei, welches gleichſam natuͤrliches Blei⸗ weis iſt, brennt ſich leicht zu Glas, und eben dieſes macht die Toͤpfe dieſer Inſel vortrefflich. Die Frauen zu Siphanto pflegen, um ihre Farbe guf dem Lande nicht zu verderben, ihr Angeſicht mit lei⸗ nenen Baͤndern zu bedecken, welche ſie ſo geſchickt herum zu wickeln wiſſen, daß man nichts als Mund und Naſe und das Weiße ihrer Augen ſieht. Sie ſe⸗ hen ſo freilich den Mumien gleich, gehen aber auch den Fremden ſorgfaͤltig aus dem Wege.

Da wir ſo nahe bei Serpho waren, ſo kam uns die Luſt an, folche ebenfalls zu beſehen. Die Berge daſelbſt ſind ſehr rauh; die Eiſen⸗ und Magnet⸗Gru⸗ ben, welche ſich finden, laufen der Erde gleich. Will man gute Stuͤcke haben, ſo muß man ſehr tief gra⸗ ben; aliein man findet mit genauer Noth ein eiſernes Werkzeug, die Zwiebeln auszugraben, welche die Ein⸗ wohner zwiſchen den Felſen bauen. Dieſe Zwiebeln ſind ſehr ſuͤß. Die Roͤmer ſahen Serpho foͤr den bequemſten Ort an, die Miſſethaͤter und andere Un⸗ gluͤckliche dahin zu ſchicken, damit ſie der Verdruß um das Leben braͤchte. Dem Stratonieus war der Aufenthalt auf dieſer Inſel ſo unertraͤglich, daß er einſt ſeinen Wirth fragte, was fuͤr ein Laßter bei