Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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wird. Hier gelingt der Reis⸗Bau vortrefflich. Das Reis⸗Korn iſt fuͤr die Bewohner des Orients unent⸗ behrlich; Reiche und Arme genießen es gekocht, und in Getraͤnken, zu Hauſe und im Felde. Ueber Sa⸗

burambeg und Jetiman kommt man in die mit

ſteilen und rauhen Gebirgen verſehene und unbebaute Landſchaft Ormandli. Freundlicher iſt die Gegend von Sophia, in welchem die Reiſenden einen Tag ſich aufhielten. Funfzehn Tage nachher ſahen ſie Bel⸗ grad, dann Dragman und Scherkoi, die Haupt⸗ ſtadt Bulgariens; Muſſambaſſa, Nizza, Alexinka, Raſna, Para Kinum und Jagod⸗ na; Vattieina, und die Palanke Haſſambaſſa, und kamen bei Ikarchich an die Ufer der Donau.

Zu Belgrad wurden ſie von vielen Reitern, 200 Janitſcharen, und von ſehr vielem Volke empfan⸗

gen. Die an den Fluͤſſen guͤnſtig gelegene Stadt hat

eine Feſtung; ſie liegt in der Mitte und wird von ei⸗ nem zweifachen Graben umgeben. Die Mauern ſtuͤr⸗ zen durch die Sorgloſigkeit der Tuͤrken zuſammen; das Waſſer wird durch Leitungen in die Stadt gefuͤhrt.

Oeſtlich fließt die Sau; gegen Nord die Donau,

welche durch die Drau, durch den Tibiscus und die Sau vergroͤßert wird. Der Fluß vermag hier wegen ſeiner Breite und Tiefe dreiruderige Schiffe zu tragen. Wenn man uͤber die Sau geſetzt hat, ſo er⸗ blickt man in einiger Entfernung von der Donau eine Bruͤcke mit 900 Bogen, welche ſich uͤber eine