Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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uͤber einen Meeresarm ſetzend, zum Dorfe Ponto⸗ grande; den 40. ſetzten wir gleichfalls uͤber eine Bruͤcke und einen Meeresarm und erreichten das ſchoͤne und ziemlich große Dorf Ponto⸗piccolo, die Tuͤr⸗ ken nennen erſteres Dorf Bujue Zeemege(große Bruͤcke), das andere Kutzue Zeemege(kleine Bruͤcke). Den 17. naͤherten wir uns allmaͤlig Konſtanti⸗ nopel. Die Tuͤrken brachten uns so ſchoͤn geruͤſtete Roſſe; es erſchienen Abgeſandte von den franzoͤſiſchen, engliſchen, venetianiſchen und niederlaͤndiſchen Ge⸗ ſandten, nebſt andern Vornehmen, welche unſern Ge⸗ ſandten empfingen. Unſer Zug ging in folgender Art: Zuerſt ritten die entgegengeſchickten vornehmen Tuͤr⸗ ken, mit des Geſandten und Komm ſſaͤrs Leuten; dann unſeres Geſandten und Kommiſſaͤrs Diener; dieſen folgten 6 Edelknaben, die Kavalliers, 8 Trom⸗ peter und ein Paucker, nach ihnen ein Faͤhndrich mit fliegender Fahne; dann unſer Geſandter zwiſchen dem tuͤrkiſchen Geſandten und deſſen Kommiſſaͤre reitend; auf dieſen die dem Geſandten entgegen geſchickten Leute, und endlich die Kutſchen, Reiſe⸗ und andere Wagen. In dieſer Ordnu g ruͤckte der Zug fort; nach 3 Stunden zogen wir in Kon ſtantinopel ein, und bezogen die fuͤr den Kaiſerlichen Geſandten beſtimmte Wohnung, von den Tuͤrken N emſchi Han(teutſches Haus) genannt. Von Belgrad his hierher ſahen wir nichts, als ein offenes, wuͤſtes und groͤßtentheils ungebautes Land,