Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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48 1 ten und bewohnten Schloſſe liegt, ankamen. Den 14. kamen wir wieder uͤber ein Gebirge, und blieben in dem kleinen ſchlechten Dorfe Dragoman. Den 46. kamen wir zu Sophien an; wir wurden von vielen Tuͤrken zu Pferde und zu Fuß empfangen.

Sophien, die ehemalige Hauptſtadt der Bul⸗ garei, iſt jetzt ein offener, angenehmer und volkrei⸗ cher Markt, ſo groß wie Worms, ſie liegt in einer fruchtbaren und ſchoͤnen Ebene, hat ſchoͤne Kirchen, ein Spital(Imaret), Karawanſeraien, ein Kaufhaus, ein warmes Bad, und wird von Bulgaren, Duͤr ken, Raguſern, Griechen und vielen Juden, welche mehrentheils große Gewerbe und Kaufmann⸗ ſchaft treiben, bewohnt.

Den 19, kamen wir in das ſchlechte Dorf Hatzi⸗ karamanz in der Naͤhe war ein hoher, mit Schnes bedeckter Berg; den 20. zu dem angenehmen Flecken Ichtiman mit einem ſchoͤnen Karawanſerai.

Den 21. ſetzten wir uͤber ein hohes und felſigtes Gebirg, über dem Haͤmus; uͤber den Berg Rho⸗ dope, jetzt Rulla genannt. Auf dem Rhodope entſpringt der Hebrus. Wir reiſten bei einem in Truͤmmer zerfallenem Schloſſe vorbei, welches die Tuͤrken Derbent(Engpaß), auch Demir Capi (eiſernes Thor) nennen. Unterhalb demſelben erreich⸗ ten wir das Dorf Geldiderbent; hier und bei ei⸗ nem an der Straſſe liegenden Brunnen aus Marmor ließen wir Bulgarien oder Ober⸗Myſien,

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