Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Den 20. fuhren wir bei dem Kaſtel Sehmon vorbei, und kamen gemaͤchlich nach Griechiſch⸗ Weißenburg(Belgrad). Hier ergießt ſich die Sau in die Donau, und trennt Ungarn von Sernv iſe n. MitiKanonen⸗Donner und Muſik wurden wir empfangen.

Griechiſch⸗Weißenburg, von dem weißen Schloſſe ſo genannt, das Belgrad der Suͤrken, ein Schluͤſſel zum Koͤnigreiche Ungarn, iſt ein großer, volkreicher, offner Flecken und liegt auf einer Anhoͤhe zwiſchen der Sau und Donau; ſie hat einen frucht⸗ baren Boden und iſt mit denen zwiſchen den Haͤuſern liegenden Gaͤrten ſo grof, als Nuͤrnberg; vorne an dem Ecke des Berges liegt das Schloß mit hohen und

ſtarken Mauern und Thuͤrmen, und mit einem Gra⸗

ben gegen Oſt und Nord. An und unter demſelben liegt das Waſſerſtaͤdtlein, mit einer an das Schloß gebauten

Mauer umgeben. Zur rechten Seite kommt die Sau,

zur linken die Donau; erſterer Fluß verliert hier ſeinen Namen. Es ſind da einige ſchoͤne Kirchen, Karawanſeraien und ein Kaufhaus. Sie wird von Ungarn, Naitzen, Raguſern oder Latinern, Tuͤrken, Juden und Zigeunern bewohnt. Dieſe Feſtung iſt

wie Ofen und Gran mehr durch die Natur, als

Kunſt befeſtigt.

Den 4. Juli brachen wir mit 125 Waͤgen von

Griechiſch⸗Weißenburg auf, und traten unſere Reiſe zu Land an. Mittags kamen wir zu dem ſchlechten