44
die Donau⸗Fahrt verſperrt. Außer den Baͤdern gibt es keine merkwuͤrdige Gebaͤude. In dieſer Feſtung wohnen Ungarn, Tuͤrken und Juden, welche Ge⸗ werbe und Handel treiben.
Den 10. reiſten wir von Ofen weg, und langten Abends wohlbehalten nicht weit von dem Dorfe St. Nikolaus an. Den 11. fuhren wir bei dem Dorfe Cubien vorbei, und langten den 12. bei dem ziem⸗ lich großen Dorfe Bochſchad am rechten Donauufer an, den 13. bei dem Dorfe und der Palanka Tolna*), und erreichten den 14. das ſchlechte Dorf Baja. Den 15. blieben wir oberhalb Felix Marta, einem Dorfe zur linken Hand. Nicht weit unter dem Dorfe ergießt ſich die Trau, aus Boſuien kommend, in die Donau und verliert ihren Namen. Hier erheben ſich ſchoͤne Geſtade, und die Fruchtbarkeit des Bodens an Wein und Getreide erſtreckt ſich bis Griechiſch⸗ Weißenburg(Belgrad)..
Den 16. landeten wir Abends unterhalb dem Schloſſe und Marktſlecken Wulkawar; das Schloß liegt auf einer Anboͤhe. Hier befindet ſich noch eine
—
*) Palanken beſtehen theils aus einfachen, theils aus dreifachen eingeſchlagenen Hoͤlzern, ſind mit Erde beſchmiert, mit einem ausgefuͤllten Zaune umgeben, ziemlich feſt mit Baſteten verſehen, und werden von Tuͤrken beſetzt; die dabei lie⸗
genden Dorfer bewohnen Ungarn und Raitzen.


