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gegenuͤber zur Linken an der Donau iſt das den Unſ⸗
rigen gehoͤrige Kaſtell Waitzenz es wird von Ungarn beſetzt und bewohnt. Alles, was von Gran und von Ofen heraufgefahren wird, muß da landen.
Den 26. brachen wir fruͤh auf und wurden unter⸗ halb dem Dorfe Alt⸗Ofen, Meile von der Feſtung Ofen, von 20 mit Faͤhnlein gezierten Tſcheuken(Schif⸗ fen) unter Muſik praͤchtig empfangen. An dem Ufer kamen uns 1000 praͤchtig gekleidete Reiter entgegen. Wir landeten vom Kanonendonner empfangen, unter der Feſtung und dem Koͤnigs⸗Stalle.
Der Ali Baſſa empfing den Geſandten nach Ge⸗ buͤhr. Zwei Zorbaſche(Hauptleute uͤber die Janitſcha⸗ ren), fuͤhrten ihn in ein Zelt, in welchem ein Eſſen nach unſerer Art zugerichtet, fuͤr uns bereit ſtand.
Den 31, ſchickte uns der Ali Baſſa 3s ſchoͤn ge⸗ zierte Roſſe; wir beſuchten ihn in ſeiner Wohnung. Nach einer ſtattgehabten Audienz ließ er dem Geſand⸗ ten, dem tuͤrkiſchen Botſchafter, den Kommiſſarien und Kavalieren Kaphiten anlegen⸗ Dieſe ſind lange Roͤcke, nach Art der ungariſchen Maͤntel, ohne Kragen und Schlingen, von Gold, Silber und Stickwerk mit allerlei farbigen Blumen. Die Diener erhielten faſt alle 3—4 Ellen Tuch. Bei unſerer Ruͤckkehr in das Schiff ſchoſſen die am Ufer aufgeſtellten Soldaten ihre Gewehre los, und die Muſik des Baſſa ließ ſich hoͤren.
Den 9. Juni hatte der Geſandte die dritte und letzte Audienz bei dem Baſſa gehabt. Waͤhrend unſers


