Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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miſſaire, Herrn Kaspar Gratiaro de Gradi⸗ ſchad ꝛc. ſowohl wegen Ueberlieferung einiger Ge⸗ ſchenke, als wegen neuer Beſtaͤttigung des verlaͤnger⸗ ten 2ojaͤhrigen Friedens, und wegen fernerer Verhand⸗ lung der noch unverglichenen Oerter und Punkte 1645 nach Wien geſchickt hatte; ſo entſchloſſen ſich ihre kai⸗ ſerl. Majeſtaͤt, Matthias Il., gleichfalls einen Ge⸗ ſaudten in der Perſon des Freiherrn Hermann Tſchernin von Chudenitz an die osmaniſche Pforte abzuordnen.

Den 20. Februar 4616 brach der oöͤſterreichiſche Ge⸗ ſandte mit's Kutſchen., 2 Ruͤſtwagen und ſeinen Ka⸗ valieren und Dienern von Prag auf, langte den s. Maͤrz in Wien an, und reiſte nach empfangenem Kre⸗ ditivſchreiben, erhaltenen Inſtruktionen und Geſchen⸗ ken an die Pforte, den 20. Mai mit ſeinem Gefolge nebſt dem tuͤrktſchen Botſchafter und ſeinem Kommiſſaͤr unter Trompeten und Paukenſchlage zu Waſſer ab. Eine Meile unter Wien wurde uͤbernachtet.

Den 24. beſtieg die ganze Mannſchaft, 400 Perſo⸗ nen, 26 Schiffe, ließ das Schloß Dewen auf einem

vund verlegt zu Nuͤrnberg, durch Simon Halb⸗ mayern. MDCXXII. 4. S. 134. Inder Zueignung an den Markgrafen Joachim Ernſt zu Ans⸗ bach ſagt der Verfaſſer, daß er durch den k. Ap⸗ pellations⸗ und Lehen⸗Rath J. B. Eyſen dem k. Geſandten als Begleiter emptohlen worden ſey.