Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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36 4 ern geboren,“ ſagten Sie; allein Heberer bat, ſeine Dankbarkeit wenigſtens durch ſeine Demuth bezeugen zu duͤrfen. Man ſtellte es ihm aber frei, in den orden⸗ lichen Dienſt des Geſandten zu treten oder— nach Hauſe zu reiſen. Dazu verſprachen ihm die großmuͤ⸗ thigen Freunde hinlaͤngliche unterſtuͤtzung. Der dank⸗ bare Mann hatte einen ſchweren Kampf in ſeinem In⸗ nern zu beſtehen; zuletzt ſiegte die Sehnſucht nach ſei⸗ ner geliebten Heimath. Bald fand ſich eine Gelegen⸗ beit mit einem Schiffe nach Maltha zu ſegeln. Un⸗ ter heißen Thraͤnen nahm er Abſchied von ſeinen Wohl⸗ thaͤtern, die er ewig nicht zu vergeſſen verſprach.— „Sollten ja meine geringen Dienſte, ſo ſprach er zum „Abſchiede, ſollte meine Wenigkeit Ihnen einſtens nuͤtz⸗ „lich ſcheinen, o ſo bitte ich Sie, um der Beruhigung „meiner Seele willen: rufen Sie mich. Von dem ent⸗ „fernteſten Ende der Welt werde ich herbeieilen und „dankbar zu Ihren Fuͤßen mein Leben verhauchen.“—

Die großmuͤthigen Freunde umarmten ihn, und lie⸗ zen ihn mit Troſt und Freude von dannen ziehn.

Als er auf das Schiff ſtieg, ſah er neben ſich im Hafen die Galeere, auf welcher er drei Jahre lang in Eiſen geſchmachtet hatte. Er ſah, wie man daſelbſt eben die Anker lichtete, um fort zu rudern in der Barbaren Land, zur Freiheit nicht, vielleicht aber zum Untergange⸗: O, wie ſchlug ſein Herz ſo ungeſtuͤmm vor Wehmuth, vor ſiegesfroher Trunkenheit! Sein Dank war Gebet, waren heibe Wuͤnſche fuͤr ſeine Erloͤſer.