107
ziemlich freien Handel genießen. Ein Theil von Morea wird Maina genennt, daher die Benennung der Mai⸗ notten, welche in einem unzugaͤnglichen Gebirge, dem alten Taygetus wohnen, wo ſie immer ihre Frei⸗ beit behauptet haben. Sie ſind in die obern und un⸗ tern Mainotten vertheilt, welche ihr Oberhaupt ha⸗ ben und einander oͤfters bekriegen; bisweilen erregt auch ein Praͤtendent einen Buͤrger⸗Krieg⸗ Das obere Maina hat gegen Abend den Fluß Surotas; deſ⸗
ſen Einwohner ſind noch ſehr wild, weil ſie mit an⸗
dern wenig Verkehr haben. Das untere Maina er⸗ ſtreckt ſich bis Coron, und deſſen Bewohner ſind um ſo geſitteter, je naͤher ſie an Kalamita wohnen. Außer Holz haben ſie nur Eicheln mit Kaͤppchen jum Ausfuͤhren nach Italien. Man reiſet unter ihnen nur dann ſicher, wenn man an die Kapitaͤns addreſſitt iſt.
XIV. Von der Inſel Cepbalonia.
Am 20. Oktober ſegelte ich von Patras nach Meſſina in Sizilien zuruͤck, auf welcher Fahrt ich durch widrige Winde genoͤthigt wurde, in den Hafen Argoſtoli auf der ſuͤdlichen Seite von Ce⸗ phalonien einzufahren. Dieſes Samos oder Same des unſterblichen Dichters Homer hat etwa 170 Meilen im Umfange, und mag 3—4 Stunden nordwaͤrts von Zaute liegen. Der h. Anton fing


