Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Was man den Tempel der Winde nennt, iſt ein achteckiges und frei ſtehendes Gebaͤude aus ſehr wei⸗ ßem Marmor, welches die Alten den achteckigen Thurm der Winde nannten, und der von Androni⸗ kus Cyrrheſtes erbaut wurde. Oben ſtand ein Triton, welcher ſich drehte, und durch einen Stab den Wind anzeigte. 83

Innerhalb der jetzigen Stadt ſind Ueberbleibſel ei⸗ nes Portiko von vier doriſchen Saͤulen, welche einen Giebel tragen, und gewoͤhnlich der Tempel Auguſts genannt werden. In deſſen Naͤhe ſteht auf einem langen Steine, welcher vielleicht zur Einfaſſung der Thuͤre gedient hat, das beruͤhmte Geſetz Hadrians, welches den Zoll beſtimmt, der von dem Oele zu

Athen entrichtet werden mußte. Das praͤchtigſte Denk⸗

mal der Baukunſt ſind die Ueberbleibſel des ſogenann⸗ ten Tempels Jupiter Olimpius, welcher von Deu⸗ calion erbaut, von Hadrian ſehr verbeſſert wurde. Er hatte 500 geometriſche Schritte im Umfange. Die drei neben einander ſiehenden Saͤulen ſind ausgekehlt. Der untere Theil deſſelben, welcher mit Moos ganz bedeckt iſt, beſteht aus einem einzigen Steine, wie der obere; beide ſind hoͤchſt kuͤnſtlich zuſammen gefuͤgt. Die andern ganz glatten Pfeiler beſtehen aus einem einzigen Steine.

Der Tempel des Theſeus im Geſchmacke jenes der Minerva befindet ſich an der aͤußern Seite der