Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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81 Weibsperſon, welche etwas durch die linke Hand in die Hoͤhe hebt. Mehrere Moſcheen waren ehemals Kirchen; die aͤlteſte runde ſcheint ein Pantheon der Heiden geweſen zu ſeyn; ihre Mauern ſind ſehr dick aus guten Backſteinen. Oſtwaͤrts dieſer Moſchee wird ein Grab gezeigt, in welchem Ortagi Effendi begraben ſeyn ſoll, welcher die Stadt einnahm. Die ſchoͤnſte Moſchee war eine Kirche des h. Demetrius; unter ihr iſt noch eine verſchuͤttet, worin Paulus geprediget haben ſoll. Die Kirche der h. Sophie, im Geſchmacke jener zu Konſtantinopel iſt eben⸗ falls in eine Moſchee verwandelt worden; ihre Kuppel iſt mit ſchoͤner moſaiſcher Arbeit verziert. In der Kirche, wie im Portiko, ſtehen einige ſehr ſchoͤne Pfei⸗ ler von Verd Antique, mit einigen Stufen aus einem Marmor⸗Block. An einigen Moſcheen findet man Mezzo⸗Reliefs von der Maria und anderen Heiligen, aus der Zeit, ehe die Bildhauerkunſt jener Laͤnder ganz in Verfall gerieth. Die Stadt hat einen Erzbiſchof und ein kleines Kloſter auf dem Huͤgel, auch mehr Juden als Chriſten und Tuͤrken; letztere trinken ſtark und veruͤben viele Exeeſſe, vorzuͤglich die Janitſcharen. Man hat um und in Salonika eine Manufaktur von grobem wollenen Tuche, welches in die ganze Tuͤrkei fuür das gemeine Volk geliefert wird. Die Englaͤnder, Franzoſen, Hollaͤnder und Italier haben ihre Konſuls. Die vornehmſte Ausfuhr beſteht in Seide, Wachs und Baumwolle uͤber Smyrna nach 3iſtes B. Griechenland. II. 1. 6