Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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nach der ſonderbaren Bauart glauben, dieſes ſei zur Aufſtellung von Bildſaͤulen beſtimmt geweſen. Viel⸗ leicht war dieſes jener Apollos⸗Tempel, deſſen Pho⸗ tinus erwaͤhnt. Suͤdwaͤrts des Waſſers finden ſich Ueberbleibſel ſehr ſchoͤner Baͤder, welche aus einem großen Hofe beſtehen, der auf jedem Ende einen Por⸗ tiko von viereckigen Pfeilern hat. Die Zimmer zum Baden, welche gegen Mittag dieſes Hofes liegen, ſind ſehr geraͤumig und oben gewölbt. Die Hoͤhle Plutonium iſt eine große Seltenheit; aus ihr ſteigt, wie zu Pyrmont, ein den Thieren ſchaͤdli⸗ cher Dunſt.

Ich begab mich von Denizley nach Laodizea und Pambuk, woſelbſt ich meine Wohnung in ei⸗ nem der abgelegenſten Kaffeehaͤuſer nahm. Da mir der Befehlshaber die jaͤhrliche Chriſtenſteuer oder den Harach abforderte, ſo zeigte ich ihm meinen Frei⸗ heits⸗Brief. Dieſer wurde, wie gewoͤhnlich, zum Kadi getragen, welcher mir wiſſen ließ, wenn ich eine gewiſſe Summe, welche ſoviel als der Harach betrug, ihm zahlen wollte, ſo wuͤrde ich frei ſeyn. Kaum verweigerte ich deſſen Zahlung, ſo befahl er, daß man mir keine Pferde zur Reiſe geben ſollte. Ich verfuͤgte mich zum Aga, der mir nicht nur Gerechtigkeit widerfahren ließ, ſondern auch noch ſo großmuͤthig war, mir das Geſchenk zuruͤck zu geben, welches ich ihm machte.