342
Gang, welcher die verſchiedenen Zimmer vereinigt; oben ſind ſie bewohnt, unten mit Waren belegt. Auf
einer Seite des Gartens iſt eine große hoͤlzerne Gal⸗
lerie, welche oben bedeckt iſt, und vom Wohnhauſe zu eiem kleinen Luſthauſe auf der See fuͤhrt; was eine große n ebn ent iſ. Laͤngs des Seeufers iſt ein Damm, auf welchem die kleinen Boote vor den Haus⸗ Thuͤren geladen werden.
Man rechnet 100,000 Einwohner, wovon 7— 8 00 Griechen, 2000 Armenier und 5— 6000 Juden ſind, und in beſondern Straßen beiſammen wohnen. Die Griechen haben drei Kirchen, die Armenier nur eine, aber Inſchriften und Alterthuͤmer auf ihrem Begraͤb⸗ niß⸗Platze. Die Franken(Europaͤer) haben ihre eigene Straßze mit großer Freiheit, und verſchließen dieſelbe
in jeder Nacht. Die Englaͤnder, Franzoſen, Schwe⸗
den, Hollaͤnder, Venetianer und Oeſterreicher haben daſelbſt Konſuls, und die Franziskaner, Kapuziner und Jeſuiten ihre beſondern Kloͤſter. In jenem der Franziskaner iſt ein apoſtoliſcher Ordens⸗Vikar. So⸗ wohl die Armenier, als die Griechen, haben ihren Erz⸗ biſchof; die griechiſche Metropolitan⸗Kirche hat eine koſtbare Handſchrift der fuͤnf Buͤcher Moſes mit ei⸗ ner weitlaͤufigen Auslegung aus dem 1X. Jahrhundert mit ſchoͤnen Malereien. Die vielen Franken zu Smyrna erhoͤhen den angenehmen Aufenthalt und die Geſelligkeit der Fremden.
Die Stadt mit ihrer naͤchſten Umgebung gehoͤrt


