Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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daſige rothe Erde mag zu den beruͤhmten Gefaͤßen aus

Samos verwendet worden ſeyn, wie zu den Rohren der Waſſer⸗Leitungen. Der Bach fließt bei dem zer⸗

ſoͤrten Flecken Milo vorbei, welcher wegen der Strei⸗

fereien der Korſaren verlaſſen wurde.

Die Hauptſtadt Kora liegt an der nordweſtlichen Ecke der Ebene neben einem felſigen Gebirge, gleicht aber wegen der ſchlechten 250 Haͤuſer mehr einem Dorfe, obſchon ſie 12 Kirchen mit unvollſtaͤndigen In⸗ ſchriften und zerbrochenen Reliefs hat. Eine Stunde oſtwaͤrts gegen Vahti iſt der Ort Mitylene, und weſtwaͤrts deſſen das hoͤchſte Gebirge Karabunieh, d. i. der ſchwarze Berg. In Samos iſt weiße Erde, welche der Pfeifen⸗ und Walker⸗Erde ſich naͤhert, und wegen ihrer Benutzung zur Waͤſche auch Seifen⸗Erde genennt wird, wie zu Milo. Sie wird als Speiſe von Weibern und Kindern verzehrt, obſchon man ihr die Kraft zurechnet, das Milz anfzuſchwellen, und die Waſſerſucht zu verurſachen. Vermuthlich bedienten ſich die alten Aerzte derſelben als einer Arznei. Die

Einwohner von Samos ſind ſchwelgeriſch, dem Trunke ergeben und arm. Sie ſelbſt pfluͤgen ihre Fel⸗ der, und haben keine Gehuͤlfen, als ihre Kinder. Alle Weiber, ſelbſt die Frau des Statthalters, gehen zu den Waſſer⸗Brunnen, und verrichten ihre verſchiede⸗ nen Arbeiten..

Außer Wein und roher Seide gibt es faſt gar keine Handels⸗Arttkel; fuͤr etwa 8000 Thaler wird