Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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brauche. Nordwaͤrts dieſes Hafens iſt ein breites Vor⸗ gebirge, welches Kapo Ekatokephale, d. i. 100 Haͤupter, genannt wird. Seitwaͤrts der Straße, wel⸗ che von dem Hafen, wo ich landete, nach Kaſtro fuͤhrt, iſt ein ſchoͤner Hafen von faſt 20 Meileu im Umfange. Die Einfuhr iſt ſo enge, daß der Meerbu⸗ ſen einem großen See gleicht. Oſtwaͤrts liegt die Stadt Madru mit einem Kaſtell, weſtwaͤrts der große Flecken Sarpe.

Die Hauptſtadt Kaſtro an der Weſtſeite der In⸗ ſel hat ungefaͤhr eine Meile im Umfange, und ver⸗ muthlich lag die alte Stadt Myrina daſelbſt. Weſt⸗ waͤrts liegt ein hohes felſiges Vorgebirge mit einem durch die Lage ſehr feſten Kaſtell. In der Stadt woh⸗ nen etwa 800 Familien, gleich an Tuͤrken und Grie⸗ chen in der Zahl. Die Griechen haben 3 Kirchen mit einem Biſchofe, welcher jaͤhrlich 4 Beutel Einkuͤnfte bat. Der Woywode beſitzt die Juſel als Erblehen, und bezahlt dafuͤr jaͤhrlich etwa» Beutel an den Ka⸗ pitaͤn Baſſa, oder Groß⸗Admiral. So oft dieſer in die Gegend kommt, muß der Woywode mehr bezah⸗ len, gewoͤhnlich unter dem Vorwande, daß er wider die Geſetze habe Korn ausfuͤhren laſſen; indeſſen, er ge⸗ winnt jaͤhrlich wenigſtens so Beutel von dieſer Inſel. Nebſtdom iſt auch ein Kadi und ein Aga der Janit⸗ ſcharen nebſt verſchiedenen Soldaten auf der Inſel; 60 Flecken, 7 Kloͤſter, etwa 700o griechiſche und 3000 tuͤrkiſche Familien. Ungefaͤhr 30 Meilen luͤdwaͤrts von