gleicht; weßwegen ſie bloß in der Levante verbraucht wird. Die Griechen und Tuͤrken legen ähr eine wun⸗ derbare Kraft bei, wenn ſie am 18. Auguſt vor dem Aufgange der Sonne gegraben wird. Sie verſammeln ſich an dem Orte Aiokomo; ein Prieſter verrichtet ſein Gebet eine halbe Stunde; ein Grieche ſchlachtet ein Schaf, welches die Tuͤrken wegnehmen und ver⸗ zehren, weil die Griechen zu dieſer Zeit kein Fleiſch genießen duͤrfen. Dann graͤbt Jemand in die Erde, und wirft ſie aus. Der. Woywode nimmt 8o0 Oken zu 3 Pfunden, und ſendet ſie an den tuͤrkiſchen Kaiſer, welcher daraus ſeine Trinkbecher verfertigen laͤßt. Das Volk nimmt ſo viel Erde, als ihm beliebt. Sie wird auf der Seite eines kleinen Huͤgels gegraben, welcher gegen Suͤdweſt von dem Hafen Kokimo und gegen Weſt von dem Hafen Golf liegt. Die Oeffnung, aus welcher die Erde gegraben wird, iſt nicht groß an der Oberflaͤche. Die Erde gleicht jener der Pfei⸗ fen; drei ſtarke Schichten ſind weiß, zwei kleinere roth; die letzte wird am meiſten geſchaͤtzt.
Eine Stunde gegen Oft von der Stadt Kaſtro ſind Baͤder von lauwarmem Waſier, welches aus ei⸗ nem Kalkſteine zu quellen ſcheint. Auf beiden Seiten des Hafens, wo ich landete, iſt ein Salzſee. Jener gegen Nord trocknet im Sommer aus, und laͤßt einen Salz⸗Kuchen zuruͤck, welcher zum Gebrauche der Inſel gereinigt wird. Der andere, welcher der Muͤhlen⸗See genannt wird, iſt weniger ſalzig, und von. keinem Ge⸗


