den. Die Hauptſtadt der Inſel, Chalus genannt, hat jetzt gleichen Namen mit der Inſel; ſie war einſt der Sitz eines Biſchofs, und ſtand unter dem Erzbi⸗ ſchoͤfe von Athen, ſpaͤter wurde ſie ſelbſt der Sitz eines Erzbiſchofes. Sie liegt in einer Ebene, am Ufer des Euripos. Der von Mauern eingeſchloſſene Theil der Stadt hat ungefaͤhr 2 Meilen im Umfange; außer⸗ halb der Mauern aber ſind noch Vorſtaͤdte und einzelne Haͤuſer, welche allein von Chriſten bewohnt ſind; hin⸗ gegen iſt die Stadt von Tuͤrken und Juden bewohnt. In der Stadt ſind 2 Moſcheen, und eben ſo viele au⸗ ßer der Stadt. Hier haben auch die Jeſuiten ein Kollegium, wo ſie dem Unterrichte der Jugend ſich widmen. Man zaͤhlt in der Stadt ungefaͤhr 60,000 Einwohner. Ein großer Graben trennt die eigentliche Stadt von den Vorſtaͤdten. Die ganze Inſel nebſt einem Theile von Boöëtia ſteht unter dem Befehle eines Capitan Paſcha, und in deſſen Abweſenheit wird ſeine Stelle durch einen Lieutenant, Kiaia oder Sus⸗ kiaia genannt, vertreten. Auch ein Bey iſt auf der Inſel mit einigem Gehalte angeſtellt, der eine Galeere unterhalten muß. In der Gegend, wo das Bett des Euripos am engſten iſt, haͤngt die Stadt mittel einer Bruͤcke, die s ſchmale Bogen, von 30 Schritien in der Laͤnge, hat, mit dem feſten Lande zuſammen⸗ Die Bruͤcke fuͤhrt naͤmlich vom feſten Lande zu einem Thurm, den die Venetianer in der Mitte des Kanals erbaut haben; uͤber der Pforte dieſes Thurmes ſelt
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