273 und die maͤchtige venetianiſche Flotte hinter dem Ruͤk⸗ ken zu laſſen. Mit Recht nennt man ſie alſo: Pforte des Meerbuſens, Vormauer Italiens, Schutzwehr gegen die Barbaren. Da in den neueren Zeiten die Macht der Ottomanen ſich ſo ſehr vergroͤßerte, ſo hat die Republik, zum allgemeinen Wohl der Chriſtenheit, mit Aufopferung bedeutender Summen, jene uneinnehmbare Feſtung zur Verthei⸗ digung der Inſel erbaut. In der Mitte des Halbzir⸗ kels, welchen die Inſel bildet, ragt ein harter Felſen hervor, worauf die alte Feſtung liegt, die auf allen Seiten vom Meere umgeben iſt, und nur an der Fronte, mit dem Lande zuſammen haͤngt; von dieſer Seite aber wird ſie durch 2 Baſteien, eine Mauer (Corlina) und einen Graben geſchuͤtzt, welcher letztere auf beiden Seiten bis in das Meer geht. Weiter un⸗ ten iſt die Stadt, in welcher die neue Feſtung einge⸗ ſchloſſen iſt. Dieſe wurde mit vielem Aufwande und großer Muͤhe auf dem Berge St. Marco erbaut, um den gegenuͤber liegenden Berg Abraham zu be⸗ bei ſhen. Von dieſem letzteren Berge wurde in neue⸗ ren Zeiten ein großer Theil abgetragen. Die Stadt bat den Titel:„erzbiſchoͤfliche.“ Sechs venetianiſche Nobili bilden die Regierung der Stadt, und bleiben 24 Monate in ihrer Amtsverwaltung. Der erſte hat den Titel: Vogt(Bailo); der zweite: Verwalter (Proveditor); der dritte: Capitano; der vierte: Rath; aoſtes B. Griechenland. I. 3. 3
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