Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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272 den Sekretaͤr Pietro Compettelli an den Fuͤrſten von Taranto, welcher die Inſel in Anſpruch nahm, ſandte, um demſelben vorzuſtellen, welche Gefahr dar⸗ aus entſtehen wuͤrde, wenn die Inſel in feindliche Haͤnde kaͤme. Man bot ihm zu gleicher Zeit eine be⸗ deutende Summe Geldes als Entſchaͤdigung an, wo⸗ durch er ſich auch beſchwichtigen ließ.

Porcacchi berichtet den Hergang auf fol⸗ gende Art:

Im Jahre 1322 begab ſich die Inſel unter die Le⸗ henherrſchaft der Republik Venedig; allein am 9. Juni des Jahres 1326 wurde ſie dem See⸗Kapitaͤn auf dem adriatiſchen Meere Gio. Miani, von Rie⸗ ceardo Altavilla und Gio. Aleſſio foͤrmlich uͤbergeben. Auf dieſe Art blieb ſie bis zum 16. Augußt im Beſitze der Republik. Um dieſe Zeit trat Ladis⸗

laus, Sohn Karls, Koͤnig von Neapel, fuͤr die

Summe von 30,000 Ducati der Republik ſein Recht auf dieſe Inſel ab. Seit dieſer Zeit blieb ſie immer unter der Herrſchaft der Venetianer, und wurde von dieſer auch immer trefflich bewacht, weil ihr Beſitz zur Erhaltung der Herrſchaft uͤber das Meer ſehr noth⸗ wendig iſt. Sie hat gute Haͤfen, die geraͤumig genug ſind, die Flotte aufzunehmen, um immer die andem Inſeln und Staaten es Morgenlandes zu vertheidi⸗ gen, und der feindlichen Flotte das Einlaufen in das adriatiſche Meer faſt unmoͤglich zu machen, weil dieſe keineswegs wagen wird vorwaͤrts zu dringen,