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VIII. Modon liegt in der Landſchaft Belve⸗ dere(dem Meſſenien der Alten), einer der anmu⸗ thigſten Provinzen des Peloponnes, und iſt der Sitz eines Biſchofs, der unter dem Erzbiſchofe von Patras ſteht. Von Koron iſt es 10, von Napoli di Ro⸗ mania 120, und vom Kap Matapan 72 Meilen entfernt. Von Natur und Kunſt befeſtigt, iſt Mo⸗ don es noch mehr, durch ſeine Lage auf einem Vor⸗ gebirge, das ſich in das Mare di Sapienza er⸗ ſtreckt. Sein Hafen iſt aͤußerſt bequem, und liegt der Kuͤſte von Afrika gerade gegenuͤber. Hier iſt der Sitz des Sandſchak von Morea, der bei der ottoma⸗ niſchen Pforte in großem Anſehen ſteht. Dieſe Stadt, eine Vormauer der ganzen Provinz, hatte viele Bela⸗ gerungen von verſchiedenen Parteien auszuhalten, und wurde mehrmals erobert. Die Venetianer waren zu verſchiedenen Zeiten im Beſitz derſelben. Zuerſt erhiel⸗ ten ſie dieſelbe durch Abtretung von den griechiſchen Deſpoten, ſpaͤter bemaͤchtigten ſie ſich dieſer ehemali⸗
gen Beſitzung oͤfters durch die Gewalt der Waffen. Der Doge Domenikus Michael, eroberte ſie im Jahre 1124, als er zum dritten Mal von ſeinem fiegreichen Zuge aus dem gelobten Lande zuruͤckkam. Im folgenden Jahre wurde die Stadt zwar dem grie⸗ chiſchen Reiche wieder einverleibt; als aber im Jahre 1204 dieſes Reich unter verſchiedene Prinzen getheilt wurde, kam ſie wieder in Beſitz der Venetianer. Im Jahre 1208 wurde ſie den Venetianern durch einen


