Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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weißen Marmors mit einer griechiſchen Inſchrift war. Die Charaktere der Schrift waren ziemlich ſchlecht gebildet. Ich kaufte dieſen Stein; in der Folge wurde er mir geſtohlen.

Nach 7 Meilen trafen wir in einem arabiſchen Lager ein. Die Beduinen⸗Zelte haben alle dieſelbe

Geſtalt; ſie unterſcheiden ſich nur durch ihre Groͤße

von einander. Die Zelte der herum ſchweifenden Ara⸗

ber ſind kleiner. Unſere Araber waren zugleich No⸗

maden und Ackerbauer; ihre Zelte waren daher groͤßer. Alle aber ſind niedrig, viel laͤnger als breit, und auf der andern langen, dem Winde gegenuͤber ſtehenden Seite

ganz offen. Der Stoff, aus welchem ſie beſtehen, iſt

ein Gewirk von Kamelhaaren.

Die Weiber der Beduinen zeigen ſich mit offenem Geſichte, gehen frei mit dem Fremden um, ſind ſanft

und munter. Jung ſind ſie nicht ohne Schoͤnheit, ob⸗ gleich ſie eine ſchwarz⸗braune Farbe haben, auf den untern Theil ihres Geſichtes machen ſie mit einer Na⸗ del und mit ſchwarzer Farbe ſchmerzhafte Figuren.

Die Beduinen ſind im Allgemeinen ſehr ſchoͤne Leute; ſie werden, durch keine Ausſchweifungen ge⸗ ſchwaͤcht, ſebr alt. Andere, die durch ſtetes Herum⸗ ſchweifen ein kuͤmmerliches und unruhiges Leben fuͤh⸗ ren, ſind ſtets Raͤuber und ungluͤcklich; ſie ſehen ſehr duͤrr und armſelig aus. 15

Nachdem ich den Weibern meines Wirtbes einige Kleinigkeiten geſchenkt hatte, reiſten wir am 1. Jan.