589 Die Katakomben, nicht weit vom Kanale, ſind Gallerien, die weit unter der Erde laufen. Sie waren anfaͤnglich wahrſcheinlich Steinbruͤche. Die Steinſchichte iſt kalkartig, zart und weiß, wie zu Malta; der Eindruck der Luft vermehrt ihre Feſtig⸗ keit. Der groͤßte Theil dieſer unterirdiſchen Gaͤnge iſt eingefallen. In der kleinen unzahl derjenigen, in welche man noch hinein kommen kann, ſieht man auf jeder Seite drei Reihen von Begraͤbniß⸗Grotten. Eine ſteht uͤber der andern; ſie ſind in die Quere gehauen; ihre großen Seiten gehen nach einwaͤrts zu; ſo daß der Boden des Grabes viel enger als der obere Theil iſt. Am Ende einiger diefer Gallerien trifft man abge⸗ ſondende⸗ Kammern mit ihren Begraͤbniß⸗Grotten an. Am Eingange der Katakomben ſah ich mehre CSeen Die Katakomben dienen auch oft den Schakals zum Aufenthalte, welche in dieſem Theils Aegyptens ſehr zahlreich ſind. Sie ziehen nur in gro⸗ ben Herden umher, und wandern um die Wohnun⸗ gen. Ihr Geſchrei iſt vorzuͤglich Nachts fuͤrchterlich. Die wilden Thiere naͤhern ſich Alexandrien ohne Scheu, ſie kommen in die Stadt, ſuchen Beute, und erfuͤllen ſie mit Geſchrei. Aber ein ſanfteres und zu⸗ gleich außerordentiicheres Thier, das ſich in unterirdi⸗ ſchen Wohnungen um Alexandrien aufhaͤlt⸗ iſt iſt der Springhaſe, oder Jerbog. XIlI. Zu Aler andrien wohnte ich in dem Hauſe, welches dem franzoͤſiſchen Konſul und den
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


