Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Das Land war noch in dieſem gluͤcklichen Wohlſtande, als Cambyſes mit einer ungeheuern Armee ein⸗ drang. Nun litt zwar der Handel durch deſſen Ge⸗ waltthaͤtigkeiten, aber ungeachtet der Feſſeln, welche er ihm anlegte, folgte der Verkehr doch dem gewoͤhn⸗ lichen Zuge, welcher ſchon zu bedeutend geworden war. Die Ptolemaͤer gruͤndeten eine Seemacht, die unter der roͤmiſchen Herrſchaft ſo einflußreich wurde, daß die Aegypter bis nach Bengalen vordrangen. Dieſer ausgebreitete Handel kam ſehr in Abnahme, als das Roͤmer⸗Reich in Verfall gerieth, und ward waͤhrend der Herrſchaft der Araber beinahe vernichtet, Die Venezianer oͤffneten ſich Aegyptens Hafen, unnd ſtellten den Handel wieder her. Die Portugieſen entriſſen ihnen denſelben, und Venedig verlor deß⸗ wegen ſeine Seemacht und die entlegenen Provinzen. Jetzt bringt der Handel, ungeachtet der großen Be⸗ ſchraͤnkung dem Aegypter noch immer große Vortheile. Der Kaffee, den ſie um 8 Pous das Pfund in Moka kaufen, verwerthen ſie fuͤr dreißig zu Kairo. Die ſet Artikel allein belaͤuft ſich auf eilf Millionen. Sie ſenden den groͤßten Theil nach Konſtantinopel, Griechenland, Narſeille und in die Gegend von Syrien. Der Reſt wird im Lande verzehrt. Aegypten kann ungeachtet ſeines Verfalls ſchon deßwegen glanzvoll mit maͤchtigen Reichen in die Schrauken treten, weil es in ſeinem Innern die Quelle wahrer Reichthuͤmer einſchließt. Der Ueberfluß an

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