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friſchungen bei ſich. Die lahlreichſte Verſammlung findet ſich gewoͤhnlich auf dem Lesbekin. Dieſer Platz, der groͤßte der Stadt, hat mehr als eine halbe Meile im Umkreiſe, und bildet einen ungeheuren Waſſer⸗Behaͤlter, von den Pallaͤſten der Beys umge⸗ ben, und von mannigfarbigen Lichtern beſtralt. Meh⸗ rere tauſend Schiffe, an deren Maſten Lampen haͤn⸗ gen, bewirken dort eine bewegliche Beleuchtung, de⸗ ren Schauſpiel jeden Augenblick wechſelt. Die Klar⸗ heit des Himmels, das Gold der funkelnden Sterne, das Feuer ſo vieler Lichter, welche im Waſſer ſich ſpiegeln, bewirken, daß man bei dieſen herrlichen Spazierfahrten die Helle des Tages, und die erquik⸗ kende Kuͤhle der Nacht genießt. Was aber das Ver⸗ gnuͤgen dieſer naͤchtlichen Seene noch erhoͤht, iſt der Umſtand, daß die Ruhe der Luft nur ſelten von dem ungeſtuͤmen Hauche der Winde geſtoͤrt wird. Sie ſinken mit dem Untergange der Sonne, und ein leiſer Weſt bewegt ſanft die Atmoſphaͤre. Die Seltſamkeit srientaliſcher Sitten bildet einen auffallenden Wider⸗ ſpruch fuͤr den zuſchauenden Europaͤer. Die Maͤnner fahren mit Maͤnnern, die Frauen mit den Frauen. Nur ſehr ſchwer kann man ſich die reizende Geſell⸗ ſchaft der letztern verſchaffen. Die Verkleidung, wel⸗ cher man ſich unterziehen muß, die Gefahren, in welche man ſich dabei wagt, zwingen die Vernunft
ur Beſonnenheit. Man iſt auch verpflichtet, ſtets
brennende Lampen zu unterhalten. Die oͤffentliche


