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Aſſouan, auf der Oſtſeite des Fluſſes gelegen, iſt nur ein elender Flecken mit einer kleinen Feſtung, wo ein Janitſcharen⸗Aga kommandirt. Die Ueberreſte vyn Siene ſind auf der Hoͤhe, welche ſuͤdlich empor ſteigt. Saͤulen und Granit⸗Pfeiler, an verſchiedenen Orten zerſtreut, bezeichnen ſeine Staͤtte. Man be⸗ merkt hier ein altes Gebaͤunde mit Oeffnungen auf dem Gipfel, und mit Fenſtern, welche oſtwaͤrts ſchauen. Vielleicht war es eine Sternwarte der Aegypter.
Der Waſſerfall iſt noch heut zu Tage ſo, wie Strabo ihn beſchreibt. Der Felſen, welcher die Mitte des Fluſſes ſtemmt, iſt ſechs Monate des Jahres ſicht⸗ bar. Dann fahren die Schiffe ſeitwaͤrts auf und ab. Waͤhrend der Ueberſchwemmung ſtuͤrmen die Wellen uͤber dieſes Felſenriff hinweg, und machen einen Sturz von eilf Fuß Hoͤhe. Die Schiffer koͤnnen als⸗ dann nicht mehr ſtromaufwaͤrts fahren, und man muß die Waaren zwei Meilen oberhalb des Waſſerfalls auf der Axe fuͤhren. Hinab ſchiffen ſie jedoch wie gewoͤhn⸗ lich, und laſſen ſich in den Schlund hinab reißen. Dieß geht ſo pfeilſchnell, daß man ſie in einem Au⸗ genblicke aus dem Geſichte verliert. Die Fahrzeuge duͤrfen aber nur mittelmaͤßig beladen ſeyn, und die Schiffer auf dem Hintertheile muͤſſen das Gleichgewicht wohl halten; ſonſt wuͤrden ſie im Aögrunde ver⸗ ſchlungen.
Weſtlich von Aſſouan hat man einen Weg in Felſen gehauen, der nach Phile fuͤhrt. Man ſieht


