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Frau abgebildet ſieht. Hier wurde naͤmlich Minerva, welche die Griechen anfangs ſitzend vorſtellten, und die Aegypter Neith hießen, verehrt. Auch unterhielt man den Fiſch Latus. Die Saͤulen dieſes Tempels haben vielleicht den Griechen die Idee zur⸗ korinthiſchen Ordnung geliefert. In der That ſind die Kapitaͤler mit Laubwerk geſchmuͤckt, welches dem Akanthus (Baͤrenklau) nahe kömmt. Verſchiedene auf den Pla⸗ fond gemalte Thiere haben die ganze Friſche ihrer Farben beibehalten. Die Aegypter wendeten oft in ihren Malerien Gold und Ultramarin⸗Blau an; aber ſie kannten die Art der Abſtufungen nicht, wo⸗ durch der Maler ganz unmerklich von einer Schatti⸗ 4 rung zur audern uͤbergeht. Ihre Farben ſind ſehr glaͤnzend, aber beinahe ſtets einfoͤrmig„ und ganz ein⸗ fach aufgelegt.. Suͤdlich von Esne ſieht man die Truͤmmer eines von der heiligen Helena gegruͤndeten Kloſters, und nahe dabei den Gottesacker der Martirer, mit Grab⸗ maͤlern geziert, welche von Schwibboͤgen getragene Helmdaͤcher haben. Da die Einwohner von Esne gegen die Verfolgungen Diocletian's ſich empoͤrten, verwuͤſtete er ihre Stadt, und ließ ſie uͤber die Klinge ſpringen. Der Platz iſt nun ein beruͤhmter Wallfahrts⸗ ort der Kophten geworden. XII. Oberhalb Esne trifft man das Dorf Ed⸗ fou, wo ein arabiſcher Scheik gebietet. Es iſt guf den Ruinen der großen Stadt Apollon's erbaut,


