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ihr kann man entnehmen, zu welcher Stufe der Voll⸗ kommenheit die Kuͤnſte ſchon in den fruͤheſten Jahr⸗ hunderten gebracht waren. Alles iſt hier voll Wuͤrde und Majeſtaͤt. Es ſcheint, daß die Koͤnige dieſer Stadt, deren Ruhm nicht verloͤſchen wird, ſo lange ihre Obelisken und Koloſſe beſtehen, nur fuͤr die Unfferb⸗ lichkeit arbeiteten. Sie hatten ihre Werke gegen die Stuͤrme der Zeit geſichert, aber gegen die Barbarei der Eroberer, die furchtbarſte Geiſel der Wiſſenſchaften und Kuͤnſte, konuten ſie dieſe herrlichen Denkmale
nicht ſchuͤtzen. 25 XI. Armant, ein Dorf, auf dem Wege von Theben nach Esne gelegen, iſt am Fuße einer An⸗ boͤhe erbaut, wo man die Ruinen Hermuntis er⸗ blickt. Dieſe alte Stadt, welche pollo und Ju⸗ piter ganz beſonders verehrte, hatte ihnen zwei Tempel errichtet. Sie ſind noch wohl erhalten. Jener Apollon's iſt klein; ſeine Mauern beſtehen aus Gra⸗ nit; ein Fries, mit Sperbern bedeckt, welche dieſer Sottheit heilig waren„ laͤuft rings herum. Man ſteigt auf einer an der Seite augebrachten Treppe zur Teraſſe empor. Hieroglyphen bedecken alle Waͤnde; vier Reihen von Menſchen⸗Figuren ſind gußerhalb, und drei inwendig angebracht. Das Gebaͤude iſt in mehrere Saͤle eingetheilt. Fuͤnf Falken, mit ausge⸗ breiteten Fluͤgeln, ſchmuͤckten den Plafond des erſteren. Goldene Sterne glaͤnzen auf dem Plafond des zweiten. Man bemerkt hier zwei gegen einander gekehrte Wid⸗


