Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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3.

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Marktflecken enthaͤlt nur beilaͤufig zweihundert Erd⸗ buͤtten. Sie wird von einem Schloſſe mit vier Thuͤr⸗ men beherrſcht, deſſen Feuer zu ihrer und der im Hafen liegenden Schiffe noͤthigen Vertheidigung hin⸗ reichen wuͤrde. Aber man laͤßt es zuſammen fallen, und heute beſteht ſeine ganze Beſatzung in einem Pfoͤrtner, der ein altes Eiſen⸗Chor oͤffnet und ſchließt. Die Einwohner ſind ein Gemiſch von Tuͤrken und Arabern, die ein vom Statthalter zu Giene abhaͤn⸗ giger Cachef beherrſcht. Die ungeheuern Abgaben von zehn fuͤr jedes Hundert, die man von allen zu Coſ⸗ ſeir landenden Waaren abzieht, ermuntern die Kauf⸗ leute gar nicht. Die Tyrannei des Beis, die Bedruͤk⸗ kungen des Commandanten, die Furcht vor den Be⸗ douinen ſind noch furchtbarere Feſſeln. Indeſſen iſt die Lage des Hafens fuͤr den Austauſch der Landes⸗ produkte Aegyptens gegen die von Arabien und Indien ſo guͤnſtig, daß der Handel, wenn auch vermindert, noch immer fortbeſteht.

IX. Wenn man von Coſſeir abreist, um gegen Aſſouan hinauf zu gehen, ſo laͤßt man zur Rechten die Stadt Nequade liegen, wo ein kophtiſcher Bi⸗ ſchof ſeinen Sitz hat, und mehrere Moſcheen der Ma⸗ bomedaner ſich befinden. Die Inſel Matare iſt gleich in der Naͤhe, und zwei Meilen jenſeits entdeckt man die Ruinen von Theben, deren Herrlichkeit die Sichter und Geſchichtſchreiber um die Wette geprieſen haben..