Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Geht man eine Stunde weſtwaͤrts, ſo trifft man die Truͤmmer von Abydus, wo Ismandes einen praͤchtigen Tempel zur Ehre des Oſiris baute. Es war der einzige, in welchen die Saͤnger und Muſiker keinen Zutritt hatten. Das beruͤhmte Monument des Ismandes ſteht noch.

Man tritt anfangs unter eine ungefaͤhr s0 Fuß er⸗ habene Halle, die von zwei großen Saͤulenreihen ge⸗ tragen wird. Die unverwuͤſtliche Feſtigkeit des Ge⸗ baͤudes, die großen Maſſen, aus denen es beſteht und die Hieroglyphen, mit welchen es beladen iſt, laſſen das Werk der alten Aegyptier daran erkennen. Jen⸗ ſeits iſt ein Tempel von dreihundert Fuß in der Laͤnge und hundert fuͤnf und vierzig Fuß in der Breite. Tritt man hinein, ſo bemerkt man einen ungeheuren Saal, deſſen Dach auf acht und zwanzig Saͤulen von ſechzig Fuß in der Hoͤhe und neunzehn Fuß im um⸗ kreiſe an der Baſis ruht. Sie ſtehen zwoͤlf Fuß weit von einander. Die ungeheuren Steine, welche die Decke ſchließen, ſind ſo feſt in einander gefuͤgt, daß ſie dem Auge nur wie eine einzige, hundert zwanzig Fuß lange und ſechs und ſechzig Fuß breite Marmor⸗ platte erſcheinen. Die Mauern ſind mit unzaͤhligen Hieroglyphen bedeckt.

In Mitte dieſer auf Marmor eingegrabenen Zeich⸗ nungen erkennt der Wanderer die Gottheiten Indiens, Jaggrenat, Gonez und Viſchnou, wie ſte in den Tempeln von Hindoſtan vorgeſtellt ſind.