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Zweiter Theil.
I. Nach ſeiner Ruͤckkunft von den Wanderungen in Unter⸗Aegypten begab ſich Savary im No⸗ vember von Alt⸗Cairo nach Ober⸗Aegypten. Er fuhr Geziret Dahab, die Goldinſel, voruͤber, welche dem Auge eine mit Herden bedeckte Trift, nebſt einem kleinen Dorfe darbietet. Links liegt die große Moſchee Atar Ennabi,(d. h. die Fußſtapfen des Propheten), am Rande des Fluſſes. Dieſer Tem⸗ pek, ſehr beſucht von den Einwohnern Cairo's, iſt der Gegenſtand einer beruͤhmten Wallfahrt. Er beſitzt einen Stein, wo nach der Meinung der Muſelmaͤnner die Spuren eines Fußes Mahomet's eingedruͤckt ſind. Der Scheik, welcher den Tempeldienſt verſieht⸗ iſt ſorgfaͤltig bedacht, dieſen frommen Wahn zu unter⸗ dalten, und die daſelbſt gewirkten Wunder zu verbrei⸗
ten. Die mit einem ſehr reichen Schleier bedeckte
Reliquie erhebt er nur zu Gunſten der Andaͤchtigen, von welchen er ein kleines Geſchenk hofft.
Auf dem öſtlichen Ufer zeigt ſich der Flecken Ha⸗ lounan, umgeben von Dattelbaͤumen. Mekias war bier gegruͤndet, als die Araber Aegypten einnahmen. Memphis fand ſich am entgegen geſetzten Ufer, und erſtreckte ſich bis Saccara, wo die Mumien⸗Ebene iſt. Hier trifft man den ſogenannten Vogel⸗Brunnen, wo man mittelſt eines Strickes hinabſteigt. Er fuͤhrt zu unterirdiſchen, mit irdenen Vaſen angefuͤllten Gaͤngen.


