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Die Erdzunge, auf welcher Damiette liegt, auf einer Seite durch den Fluß, und auf der andern durch die weſtliche Spitze des Sees Menzale eingeengt, hat uur zwei bis ſechs Meilen in der Breite von Oſten nach Weſten. Zahlloſe Baͤche durchſchneiden ſie und machen ſie zu der fruchtbarſten Gegend Aegyp⸗ tene. Der Boden gibt dort in einem ordinaͤren Jahre g0 Schaͤffel Reis gegen eines. Die uͤbrigen Produkte wachſen in demſelben Verhaͤltniſſe. Die Natur ver⸗ ſchwendet hier ihre Pracht und ihren Reichthum, urnd bietet zu allen Jahrszeiten Blumen, Fruͤchte und Ern⸗ ten dar. Man kennet da weder die verſengenden Glu⸗ then des Sommers, noch ſtarrenden Reif. Dla⸗ miette verdankt dieſe gluͤckliche Temperatur der un⸗ geheuern Waſſermenge, mit welcher ſie umgeben iſt.
Nirgends iſt das Gruͤn ſo friſch, nirgends bedecken
ſich die Baͤume ſo reichlich mit Fruͤchten. Die Baͤche, welche die Reisfelder umgeben, ſind mit mehreren
Gattungen von Schilfrohr bekraͤnzt, deren einige ſehr hochſtaͤmmig ſind. Mau trifft hier im Ueberfluſſe den Calamus, mit welchem die Orientalen ſchreiben. Sein duͤnner Stengel traͤgt lange, ſchmale Blaͤtter,
Blaͤtter, welche anmuthig zuruͤck fallen, und zarte
Aeſte, welche ſich mit weißen Blumen bedecken. Hier ſieht man auch Waͤlder von Papyrus, aus dem die alten Aegyptier das Papier bereiteten. Dieſe drei⸗ eckige, acht bis neun Fuß hohe und Daumen dickt Binſe, bekroͤnt ſich mit einem wolligen Buͤſchel. Auch


