Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Auf der Fortſetzung meiner Reiſe kam ich den Berg Cliſſura voruͤber. Derſelbe iſt eigentlich eine Abdachung des Hämus; ſeine Felſen ſcheinen aus lauterem Silber zu ſeyn. Denn das Geſtein iſt glaͤn⸗ zendes Fraueneis, und gewaͤhrt in den Strahlen der Sonne oder des Mondes einen praͤchtigen Anblick. Als ich das feſte Schloß Colombots und die Stadt Urania beruͤhrt hatte, kam ich nach Como⸗ nora, in deſſen Naͤhe, auf einem Berge, ein grie⸗ chiſches Kloſter ſtand.

Zu Eceiſo Werbeni ſind mehrere Sauerbrun⸗ nen, welche man in der Umgegend ſehr ſchaͤtzet; man ſieht aber auch hier ſchon die mit ewigem Schnee be⸗ deckte Bergſpitze des Olymp's, welche auch zu Kon⸗ ſtantinopel geſehen werden kann.

Der Weg von Egribugia nach Sarigiole fuͤhrt uͤber hohe, felſige Berge und uͤber den Fluß Injecorn nach Saviza, wo mehrere Chriſten wohnen. In der Naͤhe eines Engpaſſes, der gleichſam ein Thor, durch den Felſen gehauen, vorſtellet, iſt eine tuͤrkiſche Kirche.

Auf einem Seitenwege erreichte ich, nach vielen, zum Theile beſchwerlichen Tagreiſen, die Stadt Sco⸗ pia, welche in einem Theile Obermoͤſiens liegt, nahe der mazedoniſchen Graͤnze. Sie iſt ſehr volkreich, hat einen erzbiſchoͤflichen Sitz und 100 Roth⸗ gaͤrber, welche vortreffliches Leder bereiten. Merk⸗ wuͤrdig iſt der Pallaſt des Emirs, welcher mit großer