Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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98 birgs⸗Fluß, welcher die Stadt in zweien Armen durch⸗ ſtroͤmt, hatte erſt vor Kurzem faſt tauſend Haͤuſer zer. ſüoͤrt. Vor der Stadt ſind ſchoͤne Gaͤrten. Darin fin⸗ det man Melonen, buntſcheckig, in der Groͤße der Po⸗ meranzen. Dieſe pflegt man, ihres lieblichen Geruches wegen, in der Hand zu tragen. Doch iſt ihr Geſchmack minder angenehm. Auch fanden wir eine Art Gurken, pei drei Viertels⸗Ellen lang, krum, und dick wie ein Arm. Zudem wird viel Getreid und Baumwolle ge⸗ haut. Das Handwelk der Schwertſchleifer iſt hier das veruͤhmteſte, und man ſagt, daß von denſelben die be⸗ ſten Klingen in ganz Perſien verſertiget werden. Die Einwohner. ſelbſt ſind zum Diebſtahle ſehr geneigt; wir vermißten bei unſerm Abzuge allerlei, Piſtolen, ſilberne Loͤffel, u. dgl. Den 24. Juli zogen wir ge⸗ gen den Abend wieder fort, legten in ſelbiger Nacht fuͤnf Meilen zuruͤck, und ruhten den folgenden Dag aͤber in dem großem Dorfe Kasmabath aus.

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XXXV. Auf gleiche Weiſe erreichten wir am 23. das Dorf Senſen, und Tags darauf die Stadt Ka⸗ ſchan. Wir wurden von dem Daruga auf die uͤbliche Weiſe empfangen; am Thore aber waren zwei große, ſchwarze, indiſche Ochſen zur Schau geſtellt, mit Glok⸗ ken behangen, und mit vielen. Federbuͤſchen geziert. Die Stadt iſt groß und huͤbſch. Ein koͤniglicher Gar⸗ ten, mit zwei ſchoͤnen Luſthaͤuſern, iſt ſehenswerth. Eines derſelben hat tauſend Thuͤren; die Waͤnde find⸗