Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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die der Daruga geſandt hatte, um uns zu beluſti⸗ gen. Sie fingen auch auf der Stelle an, einige froͤh⸗ liche, zum Theil ausgelaſſene Lieder zu ſingen. Wir aber wurden, nach einem großen Zulaufe des Volkes, in dem jenſeitigen Theile der Stadt einquartiert.

XXXI. Cgswin hat keine Stadtmauern und auch keine Beſatzung, aber eine Bevoͤlkerung von hun⸗ derttauſend Seelen. Die Straßen ſind nicht gepfla⸗ ſtert, ſondern aus Sand, der bei dem geringſten Winde unertraͤglich wird. Das Quellwaſſer muß von dem einige Meilen entlegenen Gebirge geleitet wer⸗ den, und wird dann in beſondern, oͤffentlichen Kel⸗ lern aufbewahrt. Ehemals ſoll hier gleichfalls die Re⸗

ſidenz mehrerer Koͤnige geweſen ſeyn. Jetzt iſt der Handel der vorzuͤglichſte Erwerbzweig dieſer Stadt, in welcher zwei große Marktplaͤtze ſich befinden. Ich kaufte daſelbſt etliche Tuͤrcois, von der Groͤße einer Bohne und hochroth mit ſchwarzen Flecken, um et⸗ liche Groſchen.

Nach dem Untergange der Sonne ſoll auch an⸗ dere Waare hiet zu finden ſeyn: Weiber, welche mit bedecktem Angeſichte, ſonſt aber nackend ordentlich in Reihe und Glied ſtehen, und ſich auf dieſe Weiſe feil bieten. Hinter jeder ſteht eine Alte, welche ein foͤrmliches Bettgeraͤthe auf dem Ruͤcken, und ein Licht in der Hand haͤlt. Kommt nun ein Liebhaber von aͤhnlicher Art, ſo nimmt er das Licht, beſieht die