Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſein eigenes Wort hoͤren konnte. Wir befanden uns einen Tag und eine Nacht in der groͤßten Gefahr. Am Morgen des 14. Novembers fing es an etwas ſtiller zu werden. Wir ließen einige Schuͤſſe los, um die Kuͤſtenbewohner herbei zu locken, und uns durch ihre Boote an das Land zu ſetzen.

XVI. Gluͤcklicher Weiſe kam uns auch ein Dorfsvogt, Kaucha, entgegen, der die Geſandten bat, dem un⸗ ſichern Wetter nicht laͤnger zu trauen, und mit den beſten Habſeligkeiten, ſo weit es moͤglich iſt, zu lan⸗ den. Alſo geſchah es auch; aber die meiſten der Unſe⸗ rigen, auch ich, mußten auf dem Schiffe bleiben. Kaum hatten die Geſandten gelandet und den perſi⸗ ſchen Boden betreten, ſo erhob ſich von neuem ein Wind aus Suͤden und verurſachte einen ſo ſchrecklichen Sturm, daß es unmoͤglich war, weder an das Land, noch von dort zu uns zu kommen. Schreckliche Angſt

ergriff uns. Das Schiff, indem es erleichtert wurde,

war von den Wellen bald zu den Wolken gehoben, bald in die Diefe des furchtbaren naſſen Abgrundes geſchleudert. Es ſchien, als ob es die See verſchlinge und wieder ausſpeie. Die Ankertaue riſſen ab, die Maſten brachen entzwei und ſtuͤrzten mit fuͤrchterli⸗ chem Gekrache neben uns auf das Verdeck hin. Im⸗ mer mehr und mehr drang das Waſſer zu allen Fu⸗

gen herein. Drei Tage hatte der Sturm angehalten;

wir waren ermattet; voll Verzweiflung machten wir uns breit, zu verſinken. Ich ſuchte einige leere Brannt⸗