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haͤngende Locken beſchatteten. Wir bemerkten wohl,
daß die Damen große Luſt hatten, uns naͤher zu be⸗ ſehen; allein der perſiſche Freiwerber ſchloß bald wie⸗ der die Thuͤre, und wir bekamen keine mehr zu ſehen. Auch wir verabſchiedeten uns hierauf bald, und beſa⸗ hen auf dem Ruͤckwege die Stadt. Die Neugierde zog einige tartariſche, junge, ſchoͤne Weiber herbei, welche uns nicht allein betrachteten, ſondern auch un⸗ ſere Kleider, unſere Waffen beſahen, beruͤhrten, und „ſich uͤber alles außerordentlich verwunderten. MNach einigen Cagen kam Prinz Muſal, um von uns Abſchied zu nehmen. Er brachte einen dageſtha⸗ niſchen Fuͤrſten mit ſich, Namens Myrſa. Er hatte uͤber einem ſchlechten Kleide einen zottigen Filzman⸗ tel, wie die gemeinen Tartaren, und war ſehr trotzi⸗ gen Gemuͤthes. Er war nicht zu bewegen, des Groß⸗ fuͤrſten Geſundheit zu trinken, und fing mit Muſal zu zanken an.„Wenn du gleich, ſprach er zu ihm, in ſchoͤnen Kleidern einher geheſt, ſo biſt du doch des Großfuͤrſten Sklave; ich aber ein freier Fuͤrſt und Niemanden unterthan, als Gott.“— Darauf ging er fort; ſeine Diener aber hatten unſerm Paſtor den fülbernen Loͤffel ſammt dem Meſſer, die von ungefaͤhr auf dem Tiſche lagen, mitgenommen, und von mei⸗ nem Wamſe, der unter dem Hauptkiſſen lag, einen herabhaͤngenden Aermel abgeſchnitten. 3 XIV. Den 10. November gingen wir wieder unter Segel, um nach Derbent zu ſteuern. Wir kamen


