Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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VIII. Von hier bis Aſtrachan iſt ein wuͤſtes, ſandiges Land, wo kein Korn waͤchſt, welches von Caſan auf der Wolga herab zu den wenigen Staͤd⸗ ten gefuͤhrt wird. Bald unter Zeriza liegt rechts ein Eiland, auf dem die Strelitzen ihr Vieh weiden. Vor Kurzem kamen die Koſacken, und da ſie ſahen, daß Weiber und Toͤchter allein bei der Heerde waren, ſielen ſie uͤber ſie her, trieben ihren Muthwillen mit ihnen, ſtellten ſie aber zuletzt wieder unverſehrt den Strelitzen zuruͤck. Waͤhrend dieſer Tage hatten wir ſehr große Hitze, wie bei uns in den Hundstagen. Die Ruſſen ſagen, dieß ſey um dieſe Zeit hier ge⸗ woͤhnlich.

Den 17. Sept. ſahen wir auf einem hohen, ro⸗ then Berge einen Galgen, an welchen der Woywode der naͤchſten Stadt die raͤuberiſchen Koſacken knuͤpfen laͤßt. Sie werden aber von ihren Kameraden bald wieder geſtohlen. Darauf begegnete ein Schiff, wel⸗ ches von Aſtrachan kam, aber von den Koſacken ganz ausgepluͤndert worden war. Die Mannſchaft hatte ſchon vier Tage nichts gegeſſen. Wir gaben deßwegen dieſen armen Leuten einen Sack voll Brod⸗ krummen, wofuͤr ſie alle ihre Haͤupter zu den Fuͤßen ſchlugen und dankten.

IX. Eines Abends brachten uns die Fiſcher einen Fiſch, den ſie Tziberika nennen. Er hat einen langen Schnabel wie eine Ente, auf den beiden Sei⸗ ten des Ruͤckens ſchwarze und weiße Flecken und einen