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und mehrere der aufwartenden Ruſſen mit Geld be⸗ ſchenkt..
XYV. So waren wir bereits zur Abreiſe geruͤſtet, als eine ploͤtzlich eintretende ſtrenge Kaͤlte uns in großen Schrecken verſetzte. Der Czaar ließ uns ſagen, daß er nicht fur rathſam finde, nunmehr die Reiſe an⸗ zutreten; wir koͤnnten bis auf beſſere Zeiten warten. Wir verweilten alſo von einem Tag von einer Woche zur andern, bis zum Monate April, welcher endlich Waſſer und Land von der Strenge des Winters wie⸗ der befreite. 1
Am Palmſonntage iſt bei den Ruſſen das Feſt der Einreitung Chriſti mit einer anſehnlichen Prozeſſion ge⸗ feiert worden. Um ſolche bequem ſehen zu koͤnnen, ſchickte uns der Großfuͤrſt zwanzig Pferde, und ließ uns gegen die Schloßpforte einen erhabenen Platz ein⸗ raͤumen. Uebey zehntauſend Mann waren vor dem Schloſſe verſammelt. Darauf bewegte ſich die Prozeſ⸗ ſion nach der Kirche Jeruſalem. Voraus wurde auf einem breiten aber niedrigen Wagen ein Baum gefuͤhrt, mit Aepfeln, Roſinen und Feigen behangen. Darauf ſaſſen 4 Knaben, welche Hoſiana ſangen. Die⸗ ſen folgten viele Popen, in weißen Roͤcken, mit koͤſt⸗ lichen Meßgewaͤndern. Sie trugen Fahnen, Kreuze und Bilder auf langen Stangen, und ſangen unaus⸗ geſetzt ihre Pſalmen. Dabei ſchwangen einige Rauch⸗ faͤſſer gegen das Volk. Hierauf kamen die vornehm⸗ ſten Kaufleute(Goſen), dann die Kneeſen, Fuͤrſten,


