Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Sobald unſer Geſandter vor ihm kam, erlaͤuterte er ihm in der Kuͤrze die Veranlaſſung ſeiner Reiſe, welche den Zweck hatte, ihm zu ſeinen Siegen uͤber die Tuͤrken Gluͤck zu wuͤnſchen, den Seidenhandel zu erneuern, und dergleichen mehr zum Beſten der Kauf⸗ leute. Auch wollte er ſehen, daß Sir Robert Sherley von den Beſchuldigungen ſich reinige, welche Nogdibeg, des Koͤnigs von Perſien letzter Geſandter, wider ihn vorgebracht hatte.

Der Koͤnig antwortete ihm ſehr gnaͤdig. Wenn er dem uͤrkiſchen Geſandten Ehre genug zu erweiſen glaubt, daß er ihm den Saum ſeines Rockes, und bisweilen ſeinen Fuß zu kuͤſſen gibt; ſo reichte er un⸗ ſerm Geſandten ſebr edelmuͤthig die Hand, zog ihn zu ſich nieder, und ſetzte ihn mit unterſchlagenen Bei⸗ nen neben ſich. Er forderte hierauf einen Becher Weins, und trank auf das Wohl ſeines Herrn, un⸗ ſers beruͤhmten Koͤnigs, wobei unſer Geſandter den Hut abnahm. Als der Koͤnig dieſes ſah, zog er ſei⸗ nen Turban ab, und trank den Becher aus, was unſer Geſandter dankbar erwiederte. Es kam den Leuten ſehr ſonderbar vor, ihren Koͤnig ſo hoͤflich zu ſehen, nnt ſie fuͤr eine Schande halten, den Kopf zu ent⸗

oͤſen..

Das Zimmer, worin er empfangen wurde, war an beiden Seiten ſehr ſchoͤn gemalt und vergoldet. Nings umher ſaßen fuͤnfzig bis ſechszig Beglerbeys,

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