Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Geſandter mit Sir Robert Sherley und ſieben oder acht Englaͤndern vom Stande, die in ſeinem Ge⸗ folge waren, an den Hof. Ich erinnere mich, unſer Geſandter nahm uͤbel, daß Niemand ihn abzuholen, oder ihm den Weg zu zeigen kam. Denn als er den⸗ ſelben Morgen deßhalb zu M ahomed⸗Aly⸗Bey, einem großen Guͤnſtlinge des Schachs ſchickte, ſendete uns der Unglaͤubige einen ſeiner Bedienten, den un⸗ ſer Geſandter aufgebracht zuruͤck wies, und blos in Begleitung ſeiner eigenen Leute ging.

Als wir an dem Hofthore abſtiegen, fuͤhrte uns ein Offiziant an einen kleinen Platz, der ein praͤchti⸗ ges marmornes Waſſer⸗Behaͤltniß, oder einen Teich in der Mitte hatte, und deſſen uͤbriger Theil mit ſeid⸗ nen Teppichen belegt war. Unſer Geſandter und wir Uebrigen verweilten zwei Stunden, und wurden hier⸗ auf mit Pelo bewirthet, welche Speiſe aus Reis be⸗ ſteht, der mit Huͤhnern, Hammelsfleiſch, Butter, Mandeln und Kurkuma abgekocht iſt. So ſchlecht in⸗ deſſen das Eſſen war, ſo praͤchtig war das Geſchirr. Es beſtand aus geſchlagenem Golde, ſowohl Schuͤſ⸗ ſeln als Stuͤrzen, Flaſchen, Becher und alles Uebrige.

Hier wurden wir von mehreren Sultanen durch einen großen praͤchtigen und wohlriechenden Garten nach einem Luſthauſe gefuͤhrt, deſſen Zimmer die Aus⸗ ſicht auf den Taurus, und die kaspiſche See ge⸗